Beirat

Ursula Sladek

“Der Emissionshandel in der EU, so attraktiv das Modell in der Theorie ist, ist gescheitert. Man hat die Zertifikate nie in dem Maße verknappt, wie es nötig gewesen wäre, um einen CO2-Preis zu erzielen, der Anreize zu klimafreundlichem Verhalten gibt. Deswegen schlagen wir nun eine CO2 Abgabe vor, die nach unseren Recherchen auch innerhalb der EU längst kein nationaler Alleingang mehr wäre. Das interessante ist: Quer durch die Fraktionen in Berlin gibt es schon einige Abgeordnete, die für das Thema aufgeschlossen sind.”

Ursula Sladek, Mitgründerin der Elektrizitätswerke Schönau und Preisträgerin des Deutschen Umweltpreises 2013


Bertram Späth

Es war schon immer meine Überzeugung, dass durch Umweltbelastung entstehende Kosten an die Verursacher berechnet werden sollen und damit eine CO2-Vermeidung für den einzelnen auch wirtschaftliche Vorteile hat. Die CO2 Abgabe bedeutet: Wer CO2 vermeidet, spart Geld und es lohnt sich für alle, in Energiespartechniken zu investieren und erneuerbare Energien zu nutzen. Dafür sind keine Förderprogramme notwendig. Ich finde, das macht Sinn: das Ziel, CO2 Emissionen zu vermeiden wird schneller erreicht.

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Dr. Joachim Nitsch
“Von herausragender Bedeutung für ein Gelingen der Energiewende sind höhere CO2-Preise. Dadurch würden die durch einen ungebremsten Klimawandel hervorgerufenen Schäden in wirksame Preissignale umgewandelt. Effizienzinvestitionen wären dann sehr viel wirtschaftlicher und die erneuerbaren Energien könnten sich ohne kompliziertes Förderinstrumentarium im Energiemarkt weiter etablieren.”

Dr. Joachim Nitsch, bis 2005 Leiter Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung am Institut für Technische Thermodynamik des DLR

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Martin Ufheil

“Im Jahre 2009 startete Frau Merkel im Namen von Deutschland Ihre Klimamission auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Sie versprach, dass die EU bis 2020 ihre CO2-Emissionen um 30% reduzieren möchte. Was ist seither in Deutschland geschehen. Die CO2-Emissionen sind im Mittel um 2% angestiegen, der jährliche Ausbau der Solarenergie ist um 80% gegenüber dem Jahr 2010 eingebrochen, CO2-Emissionszertifikate wurden an die Großindustrie verschenkt, immer mehr Industriebetriebe wurde von der EEG-Umlage befreit. Alle Unternehmen und Haushaltskunden die nicht befreit wurden, zahlen heute statt 1,3 Cent/kWh im Jahr 2009 nun 6,88 Cent/kWh EEG-Umlage. Eine Steigerung um 500% ohne dass wir im Klimaschutz einen Schritt vorangekommen sind. Damit muss endlich Schluss sein. Die Energiewende muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden, damit Deutschland zum Technologieführer statt zum Papiertiger wird. Hierzu braucht es eine marktorientierte CO2 Abgabe, die all jene bezahlen die die Emissionen verursachen und nicht jene die die schwächste Lobby haben.”

Martin Ufheil, Geschäftsführer, Solares Bauen GmbH


Heinz Ulrich Brosziewski

Seit den 70er Jahren unterwegs in Sachen Kraft-Wärme-Kopplung: Für eine klimafreundliche, effiziente Energieversorgung als Fachreferent in Seminaren und als Experte in Fachverbänden.

Mein Fachwissen und meine praktischen Erfahrungen gebe ich gerne weiter:

  • als Berater beim Einsatz von Blockheizkraftwerken zu Wirtschaftlichkeit, ökologischem Nutzen, rechtlichen Rahmenbedingungen
  • als Projektentwickler im Team mit Fachingenieuren und Fachhandwerkern bei Neubau und Erneuerung von Altanlagen
  • als sachverständiger Gutachter für KWK-Anlagen nach FW 308 und Fernwärmenetze nach FW 309

In der ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 19.7.2017 wurde der Beirat um folgende Persönlichkeiten erweitert:


Dr. Hartmut Brösamle,
geb. 1965, verheiratet, drei Kinder

„Die hohen CO2-Emissionen bedrohen unser Klima und damit unsere Zukunft. Vielen Klimaschutzabkommen der Politik und Absichtserklärungen der Wirtschaft folgen am Ende keine oder nur unzureichende Taten. Wenn wir wirklich einen Wandel hin zu einer CO2-armen Wirtschaft und einem entsprechenden Lebensstil wollen, hilft nur eine (ausreichend hohe) Abgabe auf CO2. Das entspricht dem Verursacherprinzip, schafft die richtigen Anreize für Industrie und Privathaushalte und sorgt insbesondere im Bereich der Energieerzeugung wieder für einen fairen Wettbewerb.”

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Thomas Jorberg

(* 1957 in Rothenburg ob der Tauber), verheiratet, vier Kinder ( zwei eigene und zwei adoptierte), Wohnsitz Bochum

„Wollen wir die Klimaziele stemmen – und diesen Willen haben wir als Gesellschaft spätestens durch die Ratifikation des Pariser Klimaabkommens verbindlich erklärt – so braucht es eine Verteuerung der fossilen Brennstoffe. Hierfür ist die Lenkungsabgabe auf CO2 ein probates und zielführendes Mittel. Die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft ist kein Selbstläufer sondern muss zu ihrem Gelingen proaktiv gestaltet werden.“

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Prof. Dr. Stephan Lessenich

(*1965 geboren in Stuttgart)

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