Beirat

Auf der Gründungsversammlung am 27.3.2017 wurden folgende Persönlichkeiten in den Beirat gewählt:

Heinz Ulrich Brosziewski, Dr. Joachim Nitsch, Martin Ufheil, Bertram Späth und Ursula Sladek.

"Der Emissionshandel in der EU, so attraktiv das Modell in der Theorie ist, ist gescheitert. Man hat die Zertifikate nie in dem Maße verknappt, wie es nötig gewesen wäre, um einen CO2-Preis zu erzielen, der Anreize zu klimafreundlichem Verhalten gibt. Deswegen schlagen wir nun eine CO2-Abgabe vor, die nach unseren Recherchen auch innerhalb der EU längst kein nationaler Alleingang mehr wäre. Das interessante ist: Quer durch die Fraktionen in Berlin gibt es schon einige Abgeordnete, die für das Thema aufgeschlossen sind."

Ursula Sladek, Mitgründerin der Elektrizitätswerke Schönau und Preisträgerin des Deutschen Umweltpreises 2013

29.01.17

Es war schon immer meine Überzeugung, dass durch Umweltbelastung entstehende Kosten an die Verursacher berechnet werden sollen und damit eine CO2-Vermeidung für den einzelnen auch wirtschaftliche Vorteile hat. Die CO2Abgabe bedeutet: Wer CO2 vermeidet, spart Geld und es lohnt sich für alle, in Energiespartechniken zu investieren und erneuerbare Energien zu nutzen. Dafür sind keine Förderprogramme notwendig. Ich finde, das macht Sinn: das Ziel, CO2 Emissionen zu vermeiden wird schneller erreicht.

Lebenslauf

Bertram Späth, geboren 1957, verheiratet, zwei Kinder.
Besuch der Hotelfachschule in Lausanne (Schweiz) und Betriebswirtschaftsstudium mit Studienschwerpunkt Touristik an der Fachhochschule München.
Seit 1985 Geschäftsführer im Hotel Victoria, Freiburg, Deutschland.
Von 1990 bis 1995 Aufsichtsrat und von 1995 bis1997 Vizepräsident der Inter Europe Hotels Marketing und Reservations AG in Luzern, Schweiz. Seit 2005 Aufsichtsrat und seit 2014 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DEHAG Hotel Service AG, Muttergesellschaft von Best Western, Progros und Unitels.
2012 Mitgründung der „Sleep Green Hotels“, eine Hotelkooperation von herausragenden, umweltfreundlichen Hotels.
Mitarbeit bei verschiedenen europäischen Umwelt-Projekten, unter anderem bei E-Kuh (EDV-Tool für kostengünstige Umweltanalysen in Hotels und Gaststätten) mit der Universität Stuttgart, REST (Renewable Energy and Sustainable Tourism), ein Projekt von dreizehn europäischen Energieagenturen und im IHK Umweltausschuss.

 

05.04.17

"Von herausragender Bedeutung für ein Gelingen der Energiewende sind höhere CO2-Preise. Dadurch würden die durch einen ungebremsten Klimawandel hervorgerufenen Schäden in wirksame Preissignale umgewandelt. Effizienzinvestitionen wären dann sehr viel wirtschaftlicher und die erneuerbaren Energien könnten sich ohne kompliziertes Förderinstrumentarium im Energiemarkt weiter etablieren."

Dr. Joachim Nitsch, bis 2005 Leiter Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung am Institut für Technische Thermodynamik des DLR

08.02.17

Lebenslauf Joachim Nitsch

Studium des Maschinenbaus und der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart, 1966 Diplom-Ingenieur, 1971 Promotion an der RWTH Aachen.

1966 bis 1975 wissenschaftlicher Mitarbeiter am DLR (Institut für Chemische Antriebe und Verfahrenstechnik, Lampoldshausen bei Heilbronn) im Bereich Raumfahrttechnik;
1973 Einstieg in die Energiesystemanalyse; 1975 Einrichtung der „Studiengruppe Energiesysteme“ am DLR in Stuttgart;
von 1976 bis 2005 Leiter der Abteilung „Systemanalyse und Technikbewertung“ am Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Stuttgart;
1988 bis 1993 Aufbau und Leitung des Fachgebiets Systemanalyse im Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart.
ab Anfang 2006 Gutachter und Berater für innovative Energieversorgungssysteme und Klimaschutzstrategien.

Arbeitsgebiete

  • Energiewirtschaftliche Szenarioanalysen, Technikbewertung und Technikfolgenabschätzung sowie Markteinführungsstrategien zu neuen Energie- und Antriebssystemen mit den Schwerpunkten: Effizienzstrategien, Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserstoff und andere regenerative Kraftstoffe. Zahlreiche Studien, Bücher und weitere Veröffentlichungen.
  • Entwicklung von Umsetzungskonzepten und Förderinstrumenten für diese Technologien im Rahmen einer nachhaltigen Energiewirtschaft.
  • Langjährige Gutachtertätigkeit für Enquete-Kommissionen, Ministerien, Verbände, Kommunen u.a.

2005: Solarpreis der Deutschen Gesellschaft für Sonnenergie (DGS).
2010: Deutscher Solarpreis 2010 von EUROSOLAR; Sonderpreis für persönliches Engagement

 

"Im Jahre 2009 startete Frau Merkel im Namen von Deutschland Ihre Klimamission auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Sie versprach, dass die EU bis 2020 ihre CO2-Emissionen um 30% reduzieren möchte. Was ist seither in Deutschland geschehen. Die CO2-Emissionen sind im Mittel um 2% angestiegen, der jährliche Ausbau der Solarenergie ist um 80% gegenüber dem Jahr 2010 eingebrochen, CO2-Emissionszertifikate wurden an die Großindustrie verschenkt, immer mehr Industriebetriebe wurde von der EEG-Umlage befreit. Alle Unternehmen und Haushaltskunden die nicht befreit wurden, zahlen heute statt 1,3 Cent/kWh im Jahr 2009 nun 6,88 Cent/kWh EEG-Umlage. Eine Steigerung um 500% ohne dass wir im Klimaschutz einen Schritt vorangekommen sind. Damit muss endlich Schluss sein. Die Energiewende muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden, damit Deutschland zum Technologieführer statt zum Papiertiger wird. Hierzu braucht es eine marktorientierte CO2-Abgabe, die all jene bezahlen die die Emissionen verursachen und nicht jene die die schwächste Lobby haben."

Martin Ufheil, Geschäftsführer, Solares Bauen GmbH

14.03.17