Bundesregierung und EU-Kommission müssen CO2-Mindestpreis gemeinsam voranbringen

Medieninfo 01/2020 vom 15. Januar

Zum Besuch des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans in Deutschland, erklärt Dr. Jörg Lange, geschäftsführender Vorstand des CO2 Abgabe e.V.:

Bundesregierung und EU-Kommission müssen CO2-Mindestpreis gemeinsam voranbringen

„Um den bestehenden europäischen Emissionshandel dauerhaft wirksam zu machen muss sich die Bundesregierung gemeinsam mit der europäischen Kommission für die schnellst mögliche Einführung eines CO2-Mindestpreises im bestehenden europäischen Emissionshandel einsetzen.

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Deutschlands Beitrag zur Erdüberhitzung wirksam stoppen

Medieninfo 17. Dezember 2019

Zur Veröffentlichung „Der 1,5-Grad-Klimaplan für Deutschland – Gemeinsamer Aufbruch gegen die Klimakrise“ der Initiative GermanZero erklärt Ulf Sieberg, Leiter des Berliner Büros des CO2 Abgabe e.V.:

Deutschlands Beitrag zur Erdüberhitzung wirksam stoppen

„Die Erdüberhitzung auf über 1,5 Grad Celsius gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen in Deutschland und weltweit. Um der Klimakrise wirksam zu begegnen braucht es spätestens 2021 im nächsten Deutschen Bundestag politische Mehrheiten, die nicht wie bislang zum Jagen getragen werden müssen, sondern mutig vorangehen. ,Die Politik des Möglichen (Angela Merkel)‘ muss einer Politik des Notwendigen weichen. Die Initiative „GermanZero“ bietet mit anderen zusammen die Chance, Mehrheiten für wirksame Beschlüsse gegen die Klimakrise zu organisieren – mit den Menschen gemeinsam und für eine entschlossene Politik des Handelns.

Der Klimaplan für das 1,5-Grad-Gesetz liefert mit einem CO2-Preis und weiteren Vorschlägen die Maßnahmen, die verbindlich dazu beitragen, die Klimakrise wirksam zu bekämpfen.“ (mehr …)

Beschluss von Bund und Ländern für höhere CO2-Preise weist die Richtung

Medieninfo 16. Dezember 2019

Zur Einigung des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Bundestag

zum Klimapaket erklärt Dr. Jörg Lange, geschäftsführender Vorstand des CO2 Abgabe e.V.:

Beschluss von Bund und Ländern für höhere CO2-Preise weist die Richtung

„Den CO2-Einstiegspreis von 10 auf 25 Euro ab dem Jahr 2021 zu erhöhen ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu mehr Lenkungswirkung für den Klimaschutz und sozial gerechtere CO2-Preise [DIW aktuell 24; PIK/MCC 2019a]. Der schnellere Preisanstieg in den Folgejahren ist ebenfalls ein erstes gutes Signal an Haushalte und Unternehmen, künftig verstärkt in CO2-arme Produkte zu investieren, um höhere Kosten durch steigende CO2-Preise zu vermeiden.

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Vermittlungsausschuss: CO2 Abgabe e.V. fordert höheren CO2-Preis

Lange: Mehr Akzeptanz durch stärkere Entlastung von einkommensschwachen Haushalten und Mittelstand erzielen

Vor Beginn der Sitzung des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Bundestag zum Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht fordert der CO2 Abgabe e.V. das Klimapaket nach zu verhandeln. Erforderlich ist den CO2-Preis auf mindestens 50 Euro zu erhöhen und mit den Einnahmen Haushalte und Mittelstand stärker zu entlasten. (mehr …)

workshop zum Easy Smart Grid am 28.11.2019 mit Stefan Werner

Am 28.11.2019 haben wir mit unserem neuen Vereinsmitglied Stefan Werner von der Easy Smart Grid GmbH anlässlich seines Besuchs in Freiburg darüber diskutiert, wie man Netzzustandsgrößen wie Frequenz oder Energiefluss, die die aktuelle Netzsituation widergeben, in Preissignale übersetzen kann, die alle Netzteilnehmer einfach empfangen, verstehen und in Aktion umsetzen können. Damit können Erzeugung und Verbrauch in unserer Stromnetzinfrastruktur besser und schneller ausgeflichen werden und Kosten für Infrastruktur und Energie einsparen.

Mit einem „Easy Smart Grid“ könnte die Energiewende auch von unten gelingen, wenn insbesondere Kommunen/Stadtwerke/Verteilnetzbetreiber bereit sind ihre Netze klimaschutzkonform zu betreiben. Grundlage dafür ist ein „Echtzeit-Markt auf physikalischer Basis“. In diesem zukünftigen „Easy Smart Grid“ wird allen Netzteilnehmern auf der Verteilnetzebene in Echtzeit (sekündlich) ein Signal (Bilanzindiaktor genannt) über das Stromnetz zur Verfügung z.B. als 100kH Signal gestellt und mit einem Preisniveau verknüpft, dass es ermöglicht Erzeugung und Verbrauch von Energie bereits im Verteilnetz netzdienlich und wirtschaftlich auszugleichen. Was das bedeuten kann hat das Demonstrationsprojekt „Solar“ am Beispiel des zukunftsfähigen Stadtwerk Haßfurt konkret simuliert. Dort stehen bereits heute bilanziell 200% Erneuerbare Energien zur Verfügung, dennoch werden noch 38% des Strom aus dem übergelagerten Netz mit durchschnittlich bis zu 4ct / kWh an Netzentgelten der übergelagerten Netzebenen bezogen. Mit der Umsetzung eines “Easy smart grid” lässt sich dieser Anteil deutlich reduzieren, erleichtert den Ausbau der Erneuerbaren und flexibler Kraftwerke vor Ort und gräbt den fossilen die finanzielle Grundlage ab und erhöht kontinuierlich den Anteil der Erneuerbaren auch bei der Wärme.
Im Rahmen des Demoprojektes wird das Konzept nun an einer Liegenschaft in Allensbach am Bodensee umgesetzt und bis Sommer 2021 begleitet.
Viele solcher kleinen „schwarmintelligenten“ Verteilnetze (ggf. ersatzweise Bilanzkreise) ermöglichen die Umsetzung des zellulären Ansatz, wie ihn der VDE vor vielen Jahren bereits formuliert hat. Die Innovation und Kunst liegt dabei in einer technisch und kostenmäßig einfachen Umsetzung („Easy“).

Den Impulsvortrag von Stefan Werner finden Sie hier.