Stellenangebot Klimaschutz im Bundestag, Berlin CO2 Abgabe e.V.

Stellenangebot Klimaschutz im Bundestag, Berlin CO2 Abgabe e.V.

Stellenangebot Klimaschutz im Bundestag, Berlin CO2 Abgabe e.V.

32 h/Woche, Arbeitsort vorzugsweise Berlin, Beginn möglichst zum 1.2.2022, befristet auf ein Jahr vorwiegend im Homeoffice.

Der CO2 Abgabe e.V. sucht für seine politische Arbeit für wirkungsvollen CO2-Preis auf fossile Energieträger (Strom, Wärme, Verkehr) und die Neuausrichtung der Steuern & Umlagen auf Energie am Klimaschutz sowie ausgewählter Maßnahmen der Initiative Klimaschutz im Bundestag einen kommunikativen Menschen mit Arbeitserfahrung in der politischen Lobbyarbeit in Bundesministerien und Bundestag sowie mit Verbänden, insbesondere von Unternehmen.

Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Verfolgen und Analyse der energie- und klimapolitischen Debatten in Deutschland und der EU, insbesondere zu den Themen CO2-Bepreisung und Neuausrichtung der Steuern & Umlagen auf Energie am Klimaschutz
  • Weiterentwicklung der Politik- und Netzwerkarbeit
  • Pflege und ggf. Ausbau unseres Netzwerks von einflussreichen Akteuren aus Medien, Bundesministerien, Bundestag, Unternehmen und Wissenschaft in Deutschland
  • Enge Zusammenarbeit mit Mitglieds- und Partnerverbänden in Deutschland
  • Mitarbeit an Thesen- und Hintergrundpapieren sowie Politikempfehlungen, insbesondere zu Bedeutung und Handlungsspielräumen
  • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Inhaltliche Organisation von Veranstaltungen, wie z.B. Parlamentarischen Frühstücken etc., Onlineveranstaltungen mit Parlamentariergruppen zu ausgewählten Themen

Sie haben relevante Berufserfahrung und bringen möglichst folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen mit:

  • Studium oder Ausbildung mit entsprechender Ausrichtung
  • Arbeitserfahrung in den Bereichen Netzwerkarbeit, politische Kommunikation, strategische Politikgestaltung sowie Pressearbeit
  • Erfahrung in der Kommunikation mit Politik, Verbänden und Unternehmen.
  • Erfahrungen bzw. Kenntnisse zur Klima- und Steuerpolitik in Deutschland und der EU
  • Sehr gute kommunikative Fähigkeiten und souveränes Auftreten
  • Lust an selbstständigem, eigenverantwortlichem Arbeiten sowie an Teamarbeit

Wir bieten eine befristete Anstellung mit einem Bruttogehalt 3.200 € pro Monat für 80% in Teilzeit. Sie erwartet die Möglichkeit, in einem engagierten, sympathischen Team einen Beitrag zu leisten, den Klimaschutz im Austausch mit anderen Akteuren voranzubringen.

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte bis zum 15.01.2022 per E-Mail an bewerbung@co2abgabe.de.

Die Bewerbungsgespräche werden in Freiburg (ggf. online) stattfinden.

Weitere Informationen über CO2 Abgabe e.V.: co2abgabe.de, klimaschutz-im-bundestag.de

Save the date: Einladung zur Mitgliederversammlung des Co2 Abgabe e.V. am 22.10!

Save the date: Einladung zur Mitgliederversammlung des Co2 Abgabe e.V. am 22.10!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder:innen,
hiermit möchten wir Sie alle recht herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 22.10 von 16 – 19 Uhr einladen. Um 16 Uhr werden die Ergebnisse von #wählbar2021 präsentiert, und ab 17 Uhr findet die vereinsinterne Versammlung statt. Die Veranstaltung wird in Vauban, Freiburg stattfinden und wir bitten um Beachtung der 3G-Regel. Bitte melden Sie sich für den offiziellen bzw. inoffiziellen Teil gesondert an!

Präsentation #wählbar-Ergebnisse um 16 Uhr: https://crm.co2abgabe.de/civicrm/event/info/?reset=1&id=18

Vereinsöffentliche Mitgliederversammlung um 17 Uhr: https://crm.co2abgabe.de/civicrm/event/info/?reset=1&id=15

EU muss Ausstieg aus fossilen Energieträgern beschleunigen

EU muss Ausstieg aus fossilen Energieträgern beschleunigen

MEDIENINFO 11/2021

Zum informellen Treffen der EU-Umweltminister*innen zum „Fit for 55“-Paket zur Umsetzung des Green Deals in Verbindung mit u. a. der Überarbeitung des EU-Emissionshandelssystems erklärt Dr. Jörg Lange, geschäftsführender Vorstand des CO2 Abgabe e.V.:

„Die EU-Umweltministerinnen und -minister sind aufgefordert mit dem Green Deal den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern zu beschleunigen. Angesichts rasant steigender fossiler Gaspreise muss Europa so schnell wie möglich unabhängig von Kohle, Erdöl und Erdgas werden. Interventionen seitens der EU oder Mitgliedsstaaten zur Senkung der Preise sind abzulehnen. Stattdessen sollte sich der Umweltrat für die schnellst mögliche Einführung eines planungssicheren CO2e-Preises (Carbon Price Floor) im bestehenden EU-Emissionshandel (EU-ETS) von mindestens 60 Euro je Tonne CO2e, ein Absinken der jährlichen Verschmutzungsrechte (EUA) um mindestens 4,2 Prozent, die eine einmalige Stilllegung von mindestens 350 Millionen EUA (Rebasing) und einen für den Klimaschutz wirksamen Grenzausgleich in Form z.B. einer Konsumabgabe einsetzen.

Nationale Maßnahmen dringend erforderlich

Statt auf den Emissionshandel für Wärme und Verkehr zu warten, müssen EU und Mitgliedsstaaten im Rahmen nationaler oder europäischer Steuer- und Umlagen-Reformen staatlich induzierte Energiepreisbestandteile unter einander angleichen und sich insbesondere für Unternehmen am real zu zahlenden CO2e-Preisniveau des EU-ETS orientieren, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Um keine weitere Zeit bei der Emissionsreduktion zu verlieren sollte klargestellt werden, dass weitere nationale Maßnahmen ergriffen und insgesamt zur Zielerreichung beitragen müssen. Für wirksamen Klimaschutz und wirksame CO2e-Preise braucht es einen zielgenauen und aufeinander abgestimmten Mix aus CO2e-Preis, ansteigenden Energiestandards (EE-Quoten oder Auslaufpfaden von z.B. fossilen Heizungen) sowie Förderprogrammen und Differenzverträgen, die wirtschaftliche Deckungslücken gezielt schließen.  Das gilt vor allem in den Bereichen der Lastenteilungs-Verordnung wie der energetischen Gebäudesanierung und der Mobilität.

Sozial-ökologische Transformation vorantreiben

Mit Blick auf die UN-Weltklimakonferenz Anfang November in Glasgow muss von den Mitgliedsstaaten der EU das eindeutige Signal an die Weltgemeinschaft für eine schnelle und sozial-ökologische Transformation von Lebens- und Wirtschaftsweise ausgehen. Die Einnahmen aus dem Emissionshandel sollten daher weitgehend für Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden. Der geplante Klima-Sozialfonds ist so auszugestalten, dass nur betroffene Menschen mit geringerem oder gar keinem Einkommen auf dem Weg der Transformation unterstützt werden. Die Finanzierung höherer fossiler Energiekosten für Heizen und Mobilität muss verhindert werden. Zudem sollten die nationalen Klimaziele in der Lastenteilungsverordnung erhöht und um Dekarbonisierungspfade für die einzelnen Wirtschaftsbereiche ergänzt werden.

Hintergrund

Im Rahmen des europäischen Grünen Deals hat sich die EU mit dem Europäischen Klimagesetz das verbindliche Ziel gesetzt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Dies setzt voraus, dass die derzeitigen Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahrzehnten erheblich zurückgehen. Als Zwischenschritt auf dem Weg zur Klimaneutralität hat die EU für 2030 sich dazu verpflichtet, ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 55 % zu reduzieren. Diese reichen jedoch nicht aus, die Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens, die Erdüberhitzung auf 2°C oder deutlich darunter zu halten, zu erfüllen. Dazu wäre laut Wissenschaft eine Minderung um 70 % bis 2030 notwendig und das Etablieren einer Kohlenstoffsenken-Ökonomie erforderlich.

Zur Zielerreichung sind in der EU und in den Mitgliedsstaaten umfangreiche Maßnahmenpakete notwendig, die mit dem Green Deal in Teilen vorliegen. Dies ist notwendig, weil z.B. bereits die Zielverschärfung auf mindestens 55 % dazu führt, dass im EU-Emissionshandel der jährliche Reduktionsfaktor von derzeit 2,2 % pro Jahr deutlich erhöht und die Obergrenze an Verschmutzungsrechten stärker als bisher sinken muss. Zudem soll der EU-Emissionshandel auch auf Heiz- und Kraftstoffe, die Schifffahrt und den Luftverkehr ausgeweitet werden.

 Weiterführende Informationen:

Pressekontakt:

Ulf Sieberg, Leiter Büro Berlin, CO2 Abgabe e.V., Tel. 0152 553 70 200, Ulf.Sieberg@co2abgabe.de

Viel Geld für wenig Klimaschutzwirkung – Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Viel Geld für wenig Klimaschutzwirkung – Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

MEDIENINFO 10/2021

Berlin/Freiburg, 22.September 2021

Viel Geld für wenig Klimaschutzwirkung –
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Bündnis aus Planern und Verbänden legt erste Praxisbilanz zum BEG vor

Zum ersten Juli 2021 trat als Sofortprogramm 2020 für den Gebäudesektor nach § 8 Abs. 1 des Klimaschutzgesetzes (KSG) die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) in Kraft.

Die Einführung dieses Programms wird von Herrn Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier als „Sanierungsturbo“ bezeichnet (BMWI 2021).

Bei einem ersten Praxistext attestieren Planer wie Martin Ufheil vom Ingenieurbüro solares bauen GmbH in Freiburg und Berlin eine schlechte Wirkungsbilanz: „Mit viel Geld wird wenig für den Klimaschutz erreicht.“

Das Bündnis kommt anhand von vier Praxisbeispielen u.a. zu folgenden Ergebnissen

  • Durch die neue BEG werden Neubauvorhaben gegenüber der Sanierung mit Fördermitteln geradezu überhäuft, zum Teil mit mehr als dem 5-fachen der tatsächlichen Investitionsmehrkosten. Dies obwohl jedes noch so energieeffiziente Neubauvorhaben schon allein durch dessen Errichtung, Flächenverbrauch aber auch durch den (noch so sparsamen) Betrieb die CO2-Emissionen gegenüber heute erhöht.
  • Effizienzmaßnahmen, wie z.B. eine Abwärmenutzung oder die Kraft-Wärmekopplung, werden weder rechnerisch angemessen einbezogen noch sind sie gefordert (Fördervoraussetzung) und werden teilweise auch nicht gefördert.
  • Eine Verschwendung von öffentlichen Mitteln bei geringer Klimaschutzwirkung erfolgt insbesondere bei der Förderung von automatischen Holzheizungen und Wärmepumpen, die zu Zeiten hoher Emissionen des genutzten Stroms betrieben werden.

Das Bündnis aus Planern und Verbänden

  • fordert daher die Prüfung des BEG durch den Bundesrechnungshof hinsichtlich Kosteneffizienz und Wirksamkeit für den Klimaschutz.
  • schlägt u.a. vor, die Förderquote nach der tatsächlichen CO2e-Einsparung zu ermitteln und mit steigenden CO2-Preisen sowie angemessenen Energiestandards abzustimmen.

Weiterführende Informationen

Kurzgutachten „Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Praxistest

https://co2abgabe.de/wp-content/uploads/2021/09/Praxisbericht_BEG_2021_09_22_Final.pdf

 

Pressekontakt

Dr. Jörg Lange
Geschäftsführender Vorstand

CO2 Abgabe e.V. | Alfred-Döblin-Platz 1 | 79100 Freiburg im Breisgau
Telefon: +49 (0)761 45 89 32 77 | Fax: +49 (0)761 59 47 92
E-Mail:  joerg.lange@co2abgabe.de | Web: www.co2abgabe.de

Vereinssitz: Alfred-Döblin-Platz 1, 79100 Freiburg.
Geschäftsführender Vorstand: Dr. Jörg Lange. Beirat.

“Spielregeln fürs Klima” neu setzen

Online-Spiel der Initiative #wählbar2021 zur Bundestagswahl gestartet.

Am 26. September wählt Deutschland den 20. Deutschen Bundestag. Ein Thema, dass viele Menschen bewegt ist der Klimaschutz. „Während viele Parteien versprechen, schärfere Klimaziele zu erreichen bleibt die Diskussion, mit welchen Maßnahmen dies geschehen soll, oft im Ungefähren“, sagte Ulf Sieberg, Mitinitiator von #wählbar2021 und Leiter des Berliner Büros des CO2 Abgabe e.V. Die Initiative #wählbar2021 will das ändern und hat daher das interaktive online-Kurzspiel „Spielregeln fürs Klima“ gestartet.

Mit dem Spiel soll Bürgerinnen und Bürgern auf unterhaltsame und einfache Weise nähergebracht werden, wie mit den richtigen politischen Weichenstellungen die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht werden. „Wir wollen mit dem Spiel das Verständnis dafür fördern, wie CO2-Preissignale konkret gestaltet sein müssen, damit sie wirksam zur Reduktion von Treibhausgasen führen“, erläuterte Sieberg. Dazu nehmen die Spielenden die Perspektive einer/eines Abgeordneten ein, die/der in den Deutschen Bundestag gewählt wurde und als wirtschaftspolitische/r Sprecher*in nun mit über die Klimapolitik der neuen Bundesregierung entscheiden darf.

„Um Zukunftsmanager*in zu werden und das Spiel am Ende zu gewinnen, spielt allerdings nicht allein die CO2-Preishöhe die entscheidende Rolle“, verriet Sieberg, „sondern zum Beispiel auch, was mit den Einnahmen geschieht.“

Und sowieso bildeten CO2-Preise nur die ökonomische Grundlage für wirksameren Klimaschutz, in dem sie das Verfeuern fossiler Brenn- und Kraftstoffe teurer mache. „Die Spielregeln fürs Klima ändern wir nur, wenn wir neben Preissignalen auch die ordnungsrechtlichen Leitplanken und das Förderrecht anpassen“, erklärte Sieberg. Die Initiative „#wählbar2021 Bundestagskandidatinnen und -kandidaten auf dem Klimaprüfstand“ schlägt daher insgesamt 19 Maßnahmenpakete vor, mit denen die Spielregeln für das Klima geändert werden sollen. Bundestagskandidatinnen und -kandidaten können von Wählenden eingeladen werden oder diese selbständig auf www.waehlbar2021.de kommentieren.

Weitere Informationen:

Online-Vortrag von Beiratsmitglied Dr. Matthias Seelmann-Eggebert Wärmepumpe und Photovoltaik

Am 1. Juni hielt unser Beiratsmitglied Matthias Seelmann-Eggebert im Rahmen einer Vortragsreihe des Bau- und Energienetzwerks Mittelrhein einen Online-Vortrag zu der Frage, wie Wärmepumpe und Photovoltaik sich sinnvoll ergänzen können. Zu der 90 minütigen Veranstaltung hatten sich knapp 200 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet angemeldet. In einem Impulsvortrag wurde die Problematik der Wärmewende für den Gebäudebestand erörtert und aufgezeigt, unter welchen Bedingungen auch Bestandsgebäude sinnvoll mit Wärmepumpen beheizt werden können. Im Anschluss wurden verschiedene Fragen aus dem Publikum diskutiert. Auch ergab sich Gelegenheit, den CO2 Abgabe eV vorzustellen und auf die Wählbar#21 Kampagne hinzuweisen.

Vortrag Seelmann_BENHr. Seelmann-Eggebert (CO2 Abgabe - Beirat)