Buchbesprechung „Klimapolitik“ von Edenhofer / Jakob, Beck Verlag, 128 Seiten, 2017

„Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten – darum lohnt sich Klimaschutz.“

Buchrezension von Dr. Joachim Nitsch

Dieser Satz steht auf S. 52 des neu erschienenen Buches „Klimapolitik“ von Ottmar Edenhofer und Michael Jakob vom Berliner Mercator-Klimaforschungsinstitut. Es beschreibt in nüchternen, sehr gut lesbaren Formulierungen die wesentlichen Ursachen des Klimaproblems, formuliert knapp aber vollständig eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Klimapolitik und nennt die Ziele und die möglichen Wege zur Eindämmung des Klimawandels. Das nüchterne Fazit des ersten Buchteils lautet: Wird mit einer globalen Klimapolitik – deren Konturen Ende 2015 in Paris sichtbar wurden – nicht ernst gemacht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende dieses Jahrhunderts die globale Mitteltemperatur um ca. vier Grad über das vorindustrielle Niveau steigen. Dies dürfte zur Zerstörung von Ökosystemen, zu massivem Artensterben, zu einem Einbruch der weltweiten Nahrungsmittelproduktion, zu weltweiten Flüchtlingsströmen und in der Folge zu unübersehbaren Auseinandersetzungen und zwischenstaatlichen Konflikten führen.

(mehr …)

Preis der Externalisierungsgesellschaft

Lesung/Vortrag mit dem Münchner Soziologen Prof. Dr. Stephan Lessenich
am So, den 21.5.17, 11 Uhr im Saal Stadtteilzentrum Vauban 037, Alfred-Döblin-Platz 1, 79100 Freiburg
über und aus seinem Buch „Neben uns die Sintflut – Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis
Lessenich zeigt auf, dass es vielen im Westen gut geht, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht.

(mehr …)

Energieszenarien 2017

Nitsch, Joachim (2017): Erfolgreiche Energiewende nur mit verbesserter Energieeffizienz
und einem klimagerechten Energiemarkt
– Aktuelle Szenarien 2017 der deutschen Energieversorgung

Gesamte Studie hier zum download.

Fazit: Ein CO2-Preis ist das effektivste Steuerungsinstrument.
Wird die derzeitige, gebremste Umbaudynamik im Energiebereich über einen längeren Zeitraum
beibehalten, würden die fossilen Energieträger auch noch zur Jahrhundertmitte mit 70 –
75% Anteil das Energiesystem dominieren (Trend-17; Abb.6, links). Das Klimaschutzziel
wäre weit verfehlt.

(mehr …)

Experten sind sich einig…

Die Wissenschaftler schlagen es vor, die Politiker wissen es und viele Bürgerinnen und Bürger ahnen es: Treibhausgase brauchen einen Preis, der die ökologische Wahrheit sagt und zwar bald. Und nicht nur der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler fragt sich: „Was läuft da schief? Warum fällt es der Politik so schwer, das Wissen in Handeln zu übersetzen?“

(mehr …)

Menschengemachter Klimawandel

Um die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 nicht um mehr als 1,5 – 2°C ansteigen zu lassen, darf die durchschnittliche Kohlendioxidkonzentration im 21. Jahrhundert nicht über 450 ppm ansteigen. Das entspricht einer Gesamtmenge von etwa noch 760 Mrd. Tonnen Kohlendioxid (CO2-Äquivalente).

weiterlesen …